Besondere Ernährung bei Krebserkrankungen

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Krebserkrankungen sind eine enorme Herausforderung für den Patienten, weshalb betroffene Menschen eine besonders ausgewogene und appetitanregende Vollwertkost brauchen. Die eine richtige und wissenschaftlich anerkannte Krebsdiät gibt es nicht. Denn jeder einzelne Patient und jede Krebserkrankung mit ihren Phasen der Therapie sind anders. Es gibt aber anerkannte Ernährungsempfehlungen für die Diäten.

Welche Ernährung bei Krebs ist die richtige?

SPEZIELLE ERNÄHRUNG BEI KREBS

Eine Krebstherapie bzw. Krebsbehandlung ist eine enorme Herausforderung für die Seele aber vor allem den Körper, weshalb PatientInnen eine besonders ausgewogene und appetitanregende Vollwertkost brauchen. Die eine richtige und wissenschaftlich anerkannte Krebsdiät gibt es nicht. Denn jeder einzelne Patient und jede Krebserkrankung mit ihren Therapiephasen sind anders. Es gibt aber anerkannte Empfehlungen und Rahmen an denen sich die Diäten richten sollen.

Abwechslungsreiche Mahlzeiten mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen sind die richtige Ernährung für PatientInnen. 1 Vorerkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind hier von Bedeutung. PatientInnen sollten daher bei der ersten Diagnose mit ihrem Arzt über die für sie am besten geeignete Krebsdiäten sprechen und eventuell eine Ernährungsberatung in Anspruch nehmen.

Sowohl die Erkrankung selbst als auch die Krebstherapie sind kräftezehrend. Deshalb gilt es, von Anfang an beim Patienten einer Mangelernährung/ Untergewicht vorzubeugen, entsprechende Anzeichen zu erkennen und mit individuell angepasster Ernährung zu unterstützen.

Als gesunde Ernährungsempfehlungen bei Krebs gelten bei medizinischer Notwendigkeit auch Diäten aus hochkalorischer Trinknahrung sein, weil sie eine hochwertige Versorgung zur Gewichtsstabilisierung begünstigt. In der Rolle des Patienten/ der Patientin, dessen Geschmackssinn verändert ist und ein Gewichtsverlust unvermeidlich ist leistet eine schmackhafte kalorienreiche Trinknahrung in diesem Rahmen eine große Hilfe.

  • Die Gesamtkonstitution unterstützen mit ausreichender Energie- und besonders Eiweißzufuhr 2

  • Aktuellen Stand der Ernährung rechtzeitig erkennen durch Messung von Gewicht, Body-Mass-Index BMI 3 und Greifkraft der Hand 4

  • Zucker und Alkohol meiden

  • Das Verdauungssystem unterstützen durch Bewegung und Ballaststoffe

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So beeinflusst gute Ernährung den Verlauf einer Krebserkrankung

ERNÄHRUNGSSTRATEGIEN FÜR KREBSERKRANKUNG

KrebspatientInnen benötigen viel Kraft und brauchen hochwertige, abwechslungsreiche und schmackhafte Mahlzeiten, die den Patienten unterstützen und ihm im besten Fall auch Freude bereiten. Bestimmte Ernährungsstrategien können sich günstig auswirken auf den Krankheitsverlauf und die Beschwerden durch eine Therapie mindern. Forschungsergebnisse führen zu anerkannten Empfehlungen bzw. Regeln bei der Aufnahme der Nahrung.

Die richtige Ernährung sollte Vorerkrankungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, den Ernährungszustand und Ernährungsprobleme des Patienten berücksichtigen und einer Mangelernährung vorbeugen. Es empfiehlt sich daher eine Vollwertkost mit allen nötigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen. Diese lebenswichtigen Bausteine sollten auf dem Speiseplan Krebskranker stehen, dabei ist auf ihre Qualität und Menge zu achten. Die gleiche Ausgewogenheit bieten auch hochkalorische, vollbilanzierte Trinknahrungen.

Spezielle Krebsdiäten werden vielfach empfohlen, aber ihre Vorteile sind nicht zweifelsfrei belegt. So stellt die strikt vegane Diätformen oder eine basische Diät bei Krebs möglicherweise eines der Risikofaktoren einer Mangelernährung oder andere Ernährungsprobleme dar und sollte daher mit dem Arzt besprochen werden.

Krebs ist eine Herausforderung für das Immunsystem. Daher sollte gesundes Essen bei Krebs das Immunsystem positiv unterstützen. Verbreitete Entzündungen im Körper weisen auf ein belastetes Immunsystem hin. Sie sind beteiligt an der Entstehung einer bösartiger Tumorerkrankung und ihrer metastasierenden Krebszellen, also einer Erhöhung vom Krebsrisiko. Andererseits erzeugen der Tumor selbst und auch manche Krebstherapien Entzündungen.

Entzündungen werden reduziert durch immunmodulierende Substanzen in der Ernährung, die sogenannten Immunonutrients. So scheinen mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren Entzündungen zu lindern.5 Auch bestimmte MCT-Öle haben diese Wirkung. 6 Einfache Kohlenhydrate wie die Zucker Glucose oder Fructose dagegen haben eine Entzündungsprozesse fördernde Wirkung und sind deshalb bei der Therapie bestenfalls nicht Teil der Diät. Komplexe Kohlenhydrate sind zu bevorzugen. 7 Essen ohne jegliche Kohlenhydrate aber kann zu einer Mangelernährung führen und sollte nur nach Absprache mit dem Arzt gewählt werden

Im Verhältnis zu Kohlenhydraten sind hochwertige Proteine von Bedeutung, weil sie Entzündungen zu hemmen scheinen. Deshalb wird der Vorteil ketogener Ernährung bei Krebs intensiv erforscht. 8

Der Ernährungsstatus Krebskranker sollte regelmäßig überprüft und notiert werden, damit eine sich einschleichenden Mangelernährung rechtzeitig erkannt wird. Im Laufe der Erkrankung auftretende Beschwerden können durch gezielte Ernährungsstrategien gelindert und so die Nahrungsaufnahme erleichtert werden:

Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen

Die Appetitlosigkeit beeinträchtigt das Wohlbefinden und kann auf Dauer zu Mangelernährung führen. Hier ist eine regelmäßige Kontrolle des Ernährungszustandes sinnvoll. In Zweifelsfällen und bei verschlimmerten Symptomen sollte der Arzt hinzugezogen werden, insbesondere bei Erbrechen und Durchfall.

Häufig nehmen die Nebenwirkungen den Krebserkrankten den Appetit. Dabei sind diese Nebenwirkungen von Patient zu Patient unterschiedlich, in Art und Schweregrad. Bewährte Tipps sind:

  • Zeit nehmen für viele kleine und regelmäßige Mahlzeiten

  • In gut belüfteten Räumen und entspannendem Umfeld essen

  • Essenspläne gestalten mit leicht verdaulichen, milden und wenig gewürzten Speisen

  • Vermeidung von trockenen und zuckerhaltigen Speisen, z. B. keine Fast Food Snacks

  • Nach der Mahlzeit ausruhen, dabei bevorzugt den Kopf höher als den Rumpf lagern

  • Nach einem etwaigen Erbrechen den Körper 2 – 3 Stunden ruhen und entspannen lassen, dazu lauwarme und milde Getränke in kleinen Schlucken aufnehmen

  • Ingwer kann Übelkeit verringern, z. B. frische Ingwerscheibchen als Tee zubereitet

Mundtrockenheit

Mundtrockenheit bei Krebserkrankungen kann verschiedene Ursachen haben und sollte rechtzeitig beachtet und behandelt werden, damit sie keine Ernährungsstörungen oder Mundinfektionen begünstigt. 9

Der Speichel im Mund enthält wichtige Substanzen, welche Speisen vorverdauen und vor Entzündungen und Infektionen schützen. Deshalb sind die Förderung des Speichelflusses und eine gute Mundhygiene ratsam.

Milde Mundspülungen schützen die Schleimhaut oder können Entzündungen und Infektionen behandeln. Der Arzt kann auch Mundsprays empfehlen, welche den Mund nachhaltig befeuchten und so die Schleimhäute schützen (notfalls gibt es künstliche Speichelflüssigkeit).

Den Speichelfluss fördern das Kauen von Fenchelsamen oder zuckerfreiem Kaugummi oder das Trinken bitterer Kräutertees mit Löwenzahn oder Tausendgüldenkraut, auch Lebensmittel mit Bitterstoffen wie Endiviensalat, Friséesalat, Radicchio, Chicorée.

Schluckbeschwerden

Schluckbeschwerden sind eine häufige Ursache für ungewollten Gewichtsverlust und Austrocknung. Es gibt zahlreiche Tipps für leicht schluckbare Speisen ohne Krümel wie Suppen, Cremes, Breie, Quarkzubereitungen, um einen Gewichtsverlust vorzubeugen. Nüsse können als Nussmus gegessen werden. Bei Schluckbeschwerden hat hochkalorische Trinknahrung eine wichtige Funktion, um ungewolltem Gewichtsverlust vorzubeugen.

Geschmacksstörungen

Geschmacksstörungen entwickeln viele Patienten im Laufe ihrer Krankheit durch Mundtrockenheit, den Krebs selbst oder durch die Krebsbehandlung. Gewohnte Speisen schmecken dann anders als früher. Geschmacksrichtungen wie süß oder salzig werden weniger stark oder gar nicht mehr wahrgenommen. Manchmal entsteht auch eine Abneigung gegen Fleischkost, weil sie einen metallischen Beigeschmack bekommen hat. Wenn dann zu wenig Protein über Fleisch gegessen wird, sollten andere Proteinquellen wie das getreideähnliche Quinoa oder Hülsenfrüchte wie Rote Linsen genutzt werden.

Durchfall

Durchfall können Krebspatienten sowohl bei einigen Krebsformen selbst als auch bei einigen Krebstherapien bekommen, und zwar zeitnah oder auch erst nach einigen Wochen. Immer muss der mit Durchfall verbundene Verlust an Wasser und Mineralien schnell aufgefangen werden. Dauer und Schweregrad des Durchfalls sollten beobachtet und mit dem Arzt besprochen werden, damit notfalls geeignete Maßnahmen eingeleitet werden. 10 Zum Ausgleich des Wasserhaushaltes viel trinken, bevorzugt stilles Wasser, milde Kräutertees oder Gemüsebrühen

  • Zum Ausgleich des Mineralhaushaltes helfen Gemüsebrühen und Elektrolytmischungen aus der Apotheke

  • Mahlzeiten in kleine Portionen aufteilen – Karottensuppe, getrocknete Heidelbeeren, geriebene Äpfel oder Quitten helfen – Zucker und Milchprodukte meiden

  • Colagetränke sind nicht geeignet, auch wenn sie immer wieder erwähnt werden; Salzstangen werden aber meist gut vertragen

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Was steckt in gesunder Ernährung?

WAS SOLLEN KREBSKRANKE ESSEN

Krebserkrankte brauchen Mahlzeiten, die nicht belasten und Kraft geben. Alle wichtigen Nährstoffe sollten darin enthalten sein. Außerdem sollte das Essen appetitanregend, wohlschmeckend und abwechslungsreich sein. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten sollten am besten gleich mit der Diagnosestellung über Bord geworfen werden. Hier einige Empfehlungen mit Beispielen.

Welche Ernährung bei Krebs zu wählen ist, hängt vor allem von den Vorerkrankungen, den Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien des Patienten ab. Nicht jeder verträgt alles. Deshalb sind die Absprachen mit dem Arzt und eventuell auch eine Ernährungsberatung so wichtig. Grundsätzlich sollten Krebskrankte ausgewogene und vollwertige Mahlzeiten zu sich nehmen. Alle gesundheitsfördernden Lebensmittel sollten darin enthalten sein. 11 Viele gute Tipps stellt die deutsche Gesellschaft für Ernährung vor.

Kohlenhydrate sind ein wichtiger Ernährungsbaustein, aber für Krebskranke sollte die Ernährung bei Krebs sehr wenig Zucker und bevorzugt komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten und Gemüse enthalten. Wertvolle Lieferanten von Kohlenhydraten sind beispielsweise ungeschälter Reis, Kartoffeln, Vollkorngetreide, Quinoa und Süßkartoffeln. 12 Auch Glucose und Fructose sind Kohlenhydrate, aber diese gilt es zu meiden, weil sie den Blutzucker und damit den Insulinspiegel im Körper schnell in die Höhe treiben und dadurch den Stoffwechsel stark belasten. Süßigkeiten, süßes Obst, trockenes Obst und die versteckten Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln sind daher sehr ungünstig.

Es gibt Hinweise darauf, dass die mit der Ernährung aufgenommenen Kohlenhydrate eine möglichst geringe glykämische Last mit sich bringen sollten. Das bedeutet, sowohl der Gesamtgehalt an Zuckern als auch der glykämische Index der Nahrungsbestandteile sollte möglichst niedrig sein. 13 Je höher der glykämische Index eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels ist, desto stärker lässt sie den Blutzucker nach der Nahrungsaufnahme zunehmen. Bei der Berechnung der glykämischen Last wird auch die Menge an Kohlenhydraten berücksichtigt. 14

Eiweiß ist ein weiterer wichtiger Baustein gesunder Ernährung. Es wird zwar keine strikt ketogene Ernährung bei Krebs empfohlen. Darunter versteht man eine strikt kohlenhydratarme Kost. Aber es gibt Hinweise darauf, dass ein Mehr an Proteinen einen positiven Effekt auf Krebstherapien hat. 15

Die Ernährung mit Proteinen sollte begleitet werden von regelmäßiger körperlicher Aktivität, um einen Muskelabbau zu verhindern, auch wenn die krankheitsbedingte Müdigkeit den Patienten bremst.

Fette sind starke Energielieferanten. Gerade die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren scheinen darüber hinaus das bei Krebspatienten stark beanspruchte Immunsystem zu unterstützen. Sie bremsen Entzündungsprozesse, die mit der Erkrankung und ihrer Therapie verbunden sind. 16

Es wird noch daran geforscht, welche Fette für Krebskranke besonders günstig sind. Solange es noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, sind die allgemein als gesund beschriebenen Fette zu bevorzugen. Hier werden Rapsöl, Leinöl, Walnuss- und Olivenöl als vorteilhaft beschrieben, auch Soja und ungehärtete Margarine. 17

Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe und Antioxidantien sind wichtige Bestandteile gesunder Ernährung bei Krebs. Es werden immer mehr Substanzen beschrieben, welche die Selbstheilungsprozesse des Körpers fördern und Entzündungen bremsen können. Bevor jedoch zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden, sollte überprüft werden, ob sie dem Körper wirklich fehlen. Ein Zuviel kann ungünstig sein, beispielsweise gibt es für fettlösliche Vitamine eine Maximaldosis. Deshalb ist eine Rücksprache mit dem Arzt hier die richtige Entscheidung.

Wertvolle Vitalstoffe sind in Gemüsen, Salaten, Getreiden und Früchten enthalten, weshalb eine vegetarisch orientierte Ernährung durchaus sinnvoll sein kann, sofern die Energiezufuhr darunter nicht leidet. Eine vegane Ernährung bei Krebs wäre jedoch vorab mit dem Arzt abzusprechen, weil mit dieser Ernährungsform keine Mangelernährung gefördert werden sollte. Wichtige Substanzen kommen vor in Kräutern, Gewürzen, Nüssen und Eiern. In Maßen verzehrtes Fleisch und Fisch tragen auch zur Bereicherung des Speisezettels bei. Milchprodukte aus Kuhmilch können je nach Krebsart für manche Patienten ungeeignet sein, weshalb diese Frage den Ärzten gestellt werden soll, besonders vor dem Beginn einer Therapiephase.

Genügend trinken sollten Krebserkrankte jeden Tag. Milde Kräutertees und stilles Wasser sind vorteilhaft, gesüßte Getränke und Alkohol dagegen zu meiden. Die tägliche Flüssigkeitszufuhr sollte sichergestellt und aufgeschrieben werden.

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Welche Ernährung verbessert die Lebensqualität?

ERNÄHRUNG BEI KREBSTHERAPIEN

Während einer Krebserkrankung gibt es Phasen mit unterschiedlichen Belastungen. Eine gute Ernährungstherapie und ein daraus folgender angepasster Ernährungszustand hilft die Therapienebenwirkungen aufzufangen und die Lebensqualität bzw. den Lebensstil zu fördern. Verschiedene Ernährungstipps haben sich bewährt. Erprobte Ratschläge haben Ärzte, Apotheker, Therapeuten, Ernährungsberater und Selbsthilfegruppen.

Besonders vor einer Krebstherapie oder einer Operation ist eine ausgewogene und gut verträgliche Ernährung die beste Vorsorge. Alle Nährstoffe sollten im guten Mengenverhältnis zueinanderstehen. 18 Das gibt dem Körper die erforderlichen Kraftreserven und stützt seine Selbstheilungskräfte. Es ist sinnvoll, vorab den Zahnarzt aufzusuchen, damit die Zähne und das Zahnfleisch gepflegt und entzündungsfrei sind. Empfehlenswert ist eine ausreichende Bevorratung mit gesunden Mahlzeiten und Nahrungsmitteln. Dazu können reichhaltige, energiespendende Suppen gehören, aber auch hochkalorische Trinknahrung. Wichtig ist auch dass diese Trinknahrung dem Patienten schmeckt, denn das bereitet dem Patienten/ der Patientin Freude im Alltag. Nützlich ist eine Liste mit allen Lebensmitteln und Gerichten, die gut vertragen werden und leicht und schnell zuzubereiten sind, für den Einkauf. Ein Mixer und einfrierbare Behälter für Mahlzeiten und Zutaten helfen im Alltag.

Während einer Therapiephase (Chemo-, Bestrahlungs- oder Immuntherapie) fühlen sich Krebskranke mal besser, mal schlechter. Deshalb sollten sie vor allem genügend trinken und protein- und kalorienreiche Nahrung zu sich nehmen. Auf hygienische Zubereitung der Mahlzeiten ist besonders zu achten, damit Krankheiten wie beispielswese Durchfall vermieden werden, die das Immunsystem zusätzlich belasten. Tägliche Motivation zu körperlicher Bewegung und Entspannung und ein positiv unterstützendes Umfeld können den Therapieerfolg fördern.

Chemotherapie, Immuntherapie oder Strahlentherapie führen oft zu Nebenwirkungen wie Schluckbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Obstipation (Verstopfung), Bauchweh oder Geschmacksveränderungen. Viele Maßnahmen helfen, diese von Nebenwirkungen geprägten Phasen zu überwinden und die damit verbundene Appetitlosigkeit zu behandeln. 19 Damit diese nicht zu einer Mangelernährung führt, sind wöchentliche Gewichtsprotokolle vorteilhaft und eine den Bedürfnissen des Krebspatienten angepasste Ernährung. Die ausgewählten Mahlzeiten sollten die erwünschten Mikroorganismen im Darm fördern. 20 Auch mithilfe einer frühzeitig genutzten vollbilanzierten hochkalorischen Trinknahrung können die Körperkräfte gestützt, Nebenwirkungen aufgefangen und Therapieunterbrechungen vermieden werden. 21 Direkt vor einer Chemotherapie sind kleine Mahlzeiten empfehlenswert, auch direkt danach.

Nach einer Therapie oder einer Operation ist eine gesunde Ernährung beizubehalten. Ein Speiseplan ohne ausgemahlene, ballaststoffarme Mehle und ohne Zucker verbessert die Aussichten auf Genesung. 22 Tägliche sportliche Bewegung und Entspannungspausen führen langfristig zu mehr Wohlbefinden im Alltag.

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Welche Lebensmittel sind bei Krebserkrankungen zu meiden?

INDIVIDUELLE ERNÄHRUNG FÜR KREBSKRANKE

Krebskranke brauchen immer eine ausgewogene Ernährung, aber nicht immer die gleichen Zutaten. Je nach Phase der Behandlung und Gesundheitszustand muss der Speisezettel individuell angepasst werden, um einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität zu erzielen. Eine Ernährungsberatung von den Ärzten und Therapeuten ist die beste Grundlage.

Welche Ernährung bei Krebs die geeignete ist, hängt auch von den Vorlieben, den Vorerkrankungen, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten des Erkrankten ab. Ungesundes sollte gemieden werden wie beispielsweise Zucker, Alkohol, Wurst und zu viel Fleisch.

Aber auch die Konsistenz der Speisen spielt eine Rolle. Ungeeignete Speisen sind zum Beispiel harte, trockene, krümelige, klebrige und faserreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot mit ganzen Körnern, ungemahlene Nüsse, bröselige Kekse, zähes Fleisch. Günstig sind Mahlzeiten, die sich löffeln oder trinken lassen.

Vorteilhaft:

  • Gemüse oder Fleisch, püriert mit Sahne, Brühen oder Joghurt

  • hochwertige zuckerfreie Nusszubereitungen wie Mandelmus oder Sesammus

  • milde Kräuter und Gewürze

  • gute Raumbelüftung und frische Düfte

Nachteilig:

  • scharfe, sehr saure oder süße Speisen

  • starke Speisegerüche durch heiß dampfende Mahlzeiten

  • Frittiertes und fettige Zutaten

  • zu große Portionen - besser sind mehrere kleine Mahlzeiten

Eine Ernährungsberatung hilft auf dem Weg zur richtigen Ernährung bei Krebs. Dazu gehört auch das richtige und ausreichende Trinken. Für tägliche Abwechslung und attraktive Mahlzeiten empfiehlt sich die Zusammenstellung einer Rezeptesammlung, bei der eine Ernährungsberatung helfen kann. Lieblingsgerichte in gesunder Zusammenstellung sollten dabei nicht fehlen.

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Vorsorgen mit angepasster Ernährung

KREBSERKRANKUNG OHNE MANGELERNÄHRUNG

Krebserkrankungen bedeuten eine belastende Ausnahmesituation für den ganzen Menschen. Weil die täglichen Mahlzeiten die Gesundheit und das Wohlbefinden eines Menschen so stark beeinflussen, ist die richtige Ernährung bei Krebs von Anfang an so besonders wichtig. Eine Erkrankungs- und therapiebedingte Mangelernährung verschlechtert die Genesungschancen. Ihr muss daher vorgebeugt werden.

Eine vielseitige Ernährung bei Krebs enthält alle lebensnotwendigen Nährstoffe. Der Speiseplan sollte Rücksicht nehmen auf die wechselnde individuelle Situation des Patienten während des Verlaufs der Behandlung und fängt dadurch eventuell auftretende Beeinträchtigungen auf. Grundsätzlich sind Vorerkrankungen, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu berücksichtigen.

Für Krebskranke ist die beste Unterstützung ein Bündel von Maßnahmen rund um die gesunde Ernährung. Eine vielseitige, vorwiegend frische und fleischarme Kost, eine ausreichende Vorratshaltung und ein appetitanregendes Umfeld unterstützen auf dem Weg durch den anstrengenden Alltag zur Genesung.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass Organisationen wie der Cancer Research Fund mit ihrer Forschung weiterhin Fortschritte machen, um bessere Behandlungsmöglichkeiten und letztlich Heilungschancen zu finden.

Gute Besserung!

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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

LITERATURANGABEN

1 Krebsinformationsdienst, D. K. (2023. März 17). Ernährung bei Krebs. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/alltag/ernaehrung/index.php

2Arends, J., Bertz, H., Bischoff, S. C., Fietkau, R., Herrmann, H. J., Holm, E., ... & Schmid, I. (2015). S3-Guideline of the German Society for Nutritional Medicine (DGEM) in cooperation with the DGHO, the ASORS and the AKE: clinical nutrition in oncology. Aktuelle Ernährungsmedizin40(5).

3Aufklärung, B. F. G. (2023, 6. Juni). Der BMI-Rechner - das Gewicht im Blick. Übergewicht Vorbeugen. https://www.uebergewicht-vorbeugen.de/wenn-es-schwerer-wird/uebergewicht/bmi-rechner-das-gewicht-im-blick/?L=0

4Steiber, N. (2016). Strong or weak handgrip? Normative reference values for the German population across the life course stratified by sex, age, and body height. PloS one11(10), e0163917.

5 Elke, G., Hartl, W. H., Kreymann, K. G., Adolph, M., Felbinger, T. W., Graf, T., ... & Bischoff, S. C. (2019). Clinical nutrition in critical care medicine–Guideline of the German Society for Nutritional Medicine (DGEM). Clinical nutrition ESPEN33, 220-275.

6 Yu, S., Go, G. W., & Kim, W. (2019). Medium chain triglyceride (MCT) oil affects the immunophenotype via reprogramming of mitochondrial respiration in murine macrophages. Foods8(11), 553.

7 Liu, S., Manson, J. E., Buring, J. E., Stampfer, M. J., Willett, W. C., & Ridker, P. M. (2002). Relation between a diet with a high glycemic load and plasma concentrations of high-sensitivity C-reactive protein in middle-aged women. The American journal of clinical nutrition75(3), 492-498.

8 Cawood, A. L., Elia, M., & Stratton, R. J. (2012). Systematic review and meta-analysis of the effects of high protein oral nutritional supplements. Ageing research reviews11(2), 278-296.

9Krebsinformationsdienst, D. K. (2023b, 23. Mai). Trockener Mund bei Krebs. © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/mundtrockenheit/mundtrockenheit-index.php

10 Krebsinformationsdienst, D. K. (2021. Mai 17). Was hilft gegen Durchfall bei Krebs? © Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum. https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/2021/news028-durchfall-bei-krebs.php

11 DGE-Ernährungskreis. (o.J.). DGE. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/dge-ernaehrungsempfehlungen/dge-ernaehrungskreis/

12 Leitlinie fett. (2015). DGE. https://www.dge.de/wissenschaft/dge-leitlinien/leitlinie-fett/

13 Hauner, H., Bechthold, A., Boeing, H., Brönstrup, A., Buyken, A., Leschik-Bonnet, E., ... & Wolfram, G. (2011). Evidenzbasierte Leitlinie Kohlenhydratzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten.

14Glykämischer Index (GI) und Glykämische Last (GL) | Verbraucherzentrale.de. (2023. Juli 18). Verbraucherzentrale.de. https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/schlankheitsmittel-und-diaeten/glykaemischer-index-gi-und-glykaemische-last-gl-11176

15 Ho, V. W., Leung, K., Hsu, A., Luk, B., Lai, J., Shen, S. Y., ... & Krystal, G. (2011). A low carbohydrate, high protein diet slows tumor growth and prevents cancer initiation. Cancer research71(13), 4484-4493.

16 Alfano, C. M., Imayama, I., Neuhouser, M. L., Kiecolt-Glaser, J. K., Smith, A. W., Meeske, K., ... & Ballard-Barbash, R. (2012). Fatigue, inflammation, and ω-3 and ω-6 fatty acid intake among breast cancer survivors. Journal of Clinical Oncology30(12), 1280.

17 Öle und Fette. (o.J.). DGE. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/dge-ernaehrungsempfehlungen/dge-ernaehrungskreis/oele-und-fette/

18 Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE. (o.J.). DGE. https://www.dge.de/gesunde-ernaehrung/dge-ernaehrungsempfehlungen/10-regeln/

19 Ernährung bei Chemotherapie. (o.J.). Gesundheitsportal. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/info/ernaehrung/ernaehrung-bei-chemotherapie.html

20Mikrobiom und Krebs (2021). DKFZ. https://www.dkfz.de/de/presse/veroeffentlichungen/einblick/einblick-archiv/2021_1/einblick_01_2021_Web.pdf

21 Muscaritoli, M., Arends, J., Bachmann, P., Baracos, V., Barthelemy, N., Bertz, H., ... & Bischoff, S. C. (2021). ESPEN practical guideline: Clinical Nutrition in cancer. Clinical Nutrition40(5), 2898-2913.

22Zeitung, S. M. Ä. (2009, 16. April). Ernährungsmedizin: Ziel der Ernährungstherapie ist die Hilfe zur Selbsthilfe. AerzteZeitung.de. https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Ziel-der-Ernaehrungstherapie-ist-die-Hilfe-zur-Selbsthilfe-365907.html

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